
Fotos
Hier findet Ihr die Fotos vom Contest und der Party.
(Bitte helft mit, die Namen zu vervollständigen und gegebenenfalls Name oder Trickbezeichnung zu berichtigen! Schreibt einfach eine email an webmaster@sachsenboarders.de und gebt Bildnummer sowie Euren Kommentar an!)
Weitere Fotos von der Parkeröffnung gibt es in einer der nächsten Printausgaben des Limited Skateboard Magazins sowie auf www.rasmustrunz.de als [Thumbnails] oder [Vollbild].
Video Clips
Die Liste der Videoclips findet Ihr hier.
Bericht
Skateboard Session
Obwohl von Westen her eine Schlechtwetterfront angekündigt gewesen war, präsentierte sich das
kleine Städtchen Oschatz, zwischen Leipzig, Riesa und Dresden gelegen, sonnig und warm.
Schon beim Abstellen meines Autos war ich sehr erstaunt, wieviele Leute zu der Skateboarderöffnung des
Pools gekommen waren. Die Kennzeichen verrieten mir, dass Teilnehmer und Zuschauer aus nahezu allen
Bundesländern angereist waren. So sah man Autos aus Berlin, Potsdam, Wiesbaden, Münster, München,
Dresden, Leipzig und was weiß ich woher noch.
Das Gelände des Skateparks war abgesperrt, aber schon reichlich mit Leuten gefüllt. Nur die Jungs
von Red Bull ließen mit ihrem Beschallungs-Landrover noch auf sich warten.
Im Laufe des Nachmittags trafen immer mehr Amateur-Teamrider und Pros, genau wie die zwei sächsischen
Skateboard-Pioniere - Thomas "Terror" Vick aus Dresden und der Kopf der Brettkampf-Serie, der jetzt in Berlin
wohnhafte Leiziger Torsten "Goofy" Schubert. Eine Chance für mich, die beiden gleich einmal
festzunageln und ihnen mein Projekt "Legends On Board" vorzustellen, was bereits im Snowboardbereich sehr
gut funktioniert hat. Ziel dieser Rubrik ist es, den Skateboardern von heute wichtige Persönlichkeiten
der sächsischen Skateboardgeschichte vorzustellen, die auch zum größten Teil heute noch auf
dem Brett stehen (später dazu mehr auf www.SachsenBoarders.de).
Bis 17 Uhr hatten alle Skateboarder die Möglichkeit den Pool und die rings herum von der
süddeutschen Firma Concrete Skateparks Rudolph installierten Obstacles anzutesten. Die zur Best Trick-Session
am Visor geladenen Pros und Amateur-Teamrider gingen es anfangs gemächlich an, pushten sich aber im Laufe
des Nachmittags zu Höchstleistungen. Mit immer mehr Speed wurde der Visor, eine Variante einer Cradle,
allerdings ohne Oververt, angefahren. Nachdem sie sich auf dem Visor eingefahren hatten, packten Leute wie
Leo Leifert, Anders Tellen, Matt Grabowski, Alex Kramer, Goofy und noch viele mehr immer mehr Tricks aus. So wurde sich an BS Airs, FS
Stalefish, BS 50-50, BS und auch FS (!) Rock'n'Roll, BS Noseblunt und vielem mehr probiert. Die meisten der
aufgeführten Tricks wurden dann am Ende auch noch gestickt.
Höhepunkt des Trickfeuerwerks waren sicherlich der FS Tailslide to fakie und der BS Air von Anders
Tellen sowie der FS Rock'n'Roll von Leo Leifert.
Nach 90min Jam Session wurde der Gewinner des Preisschecks über 1000,-Euro von den Judges bekannt
gegeben: Wie auch zu erwarten, war Vert-Pro Anders Tellen aus Münster der Ruler des Tages.
Auffällig war, die ganzen Pool-Rider mit wenigen Ausnahmen deutlich die 30-Jahre-Marke
überschritten hatten. Lediglich die jungen Rockern von Devil Style mit den orangefarbenen T-Shirts,
deren Crew-Name vom Sprecher Sebastian Schröder immer wieder als Anheizer für das Publikum genutzt wurde, zeigten, dass
man den Pool auch schon mit weniger Erfahrung, dafür aber mit mehr Wagemut ordentlich shredden kann.
Naja, die zukünftigen Verletzungen werden auch diese Jungs wieder etwas dämpfen ;)
Fern ab vom Contestgeschehen im Pool versuchten sich einige an den leider etwas ungünstig plazierten
Kinkboxen und dam Kinkrail. Man hatte die Wahl zwischen einer 3m langen Anfahrt oder einer, die bergauf ging.
Eher suboptimal das ganze. Schade. Trotzdem wurden Tricks wie Kickflip FS 50-50 an der Schräge der
Kinkbox Eric Fellenberg aus Döbeln, Crooked Grind Shove-it out am Rail von Hefti aus Dresden oder auch
von einem Berliner Crooked Grind to BS Lipslide gezeigt. Auf der anderen Seite des Pools befand sich eine
ultralange Ledge, auf der während des Contests noch jede Menge Zuschauer Platz gefunden hatten. Diese
nutzten ein paar Fahrer noch, um dem platzierten Fotografen über eine dahinter gestellte Mülltonne
Tricks wie Ollie BS Shifty, BS 180, Kickflip und BS Kickflip zu bescheren.
Leider beendeten gegen 19 Uhr die wirklich freundlichen Männer des Wachschutzes das muntere Treiben im
Skatepark. So rollten machne noch draußen auf dem Parkplatz herum oder fanden entlang der Straße
eine Ledge, an der sie sich bis zur völligen Dunkelheit versuchten.
Party
Ab 21 Uhr hatte Veranstalter Ingo Naschold in die Disco Tropics geladen, wo alle männlichen
Partygänger die angekündigten Gogo-Girls heiß erwarteten, genauso wie die einheimischen
Mädels die angereisten Skateboarder. Trotz der angekündigten Schmankerln wie die bereits erwähnten
Gogo-Girls und der Premiere des neuen RDS-Streifens "Skateboard Party", war die Diskothek nicht wirklich
voll.
Die Musik war am Anfang für meinen Geschmack auch richtig gut, denn es wurden richtig gute Hip-Hop Burner
aus den 90ern gespielt, die richtig reinhauten. Leider war zu der Zeit die Tanzfläche nur von ein paar
gut angetrunkenen Devil Stylern besetzt, die den ganzen Abend immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Eigentlich hätte Contestsprecher Basti Schröder in der Disco das Spiel "Ich sag DEVIL und Ihr sagt STYLE!" nicht
machen brauchen, da die Tanzeinlagen der Jungs bereits selbst für Aufsehen sorgten.
Im Laufe des Abends driftete die Musik leider ein wenig in Richtungs chartstaugliche R'n'B-Musik ab. Auch
die Gogos entsprachen optisch nicht dem, was man von einer Dame erwartet, die einen zum Tanzen und Verweilen
animieren soll. Ich sag nur, Photoshop sei Dank (siehe Party-Fotos).
Was die Mädels können, kann ich auch, wird sich Devil Style-Mann Oskar gedacht haben. Nachdem die
"wirklich gut aussehenden Damen" die Bühne verlassen hatten, sprang er hinauf auf das Podest, und
präsentierte eine unvergleichliche Show. Ich sag nur, schaut Euch die Party-Fotos an, falls Ihr es noch nicht getan habt.
Jedenfalls flippte dann das Publikum aus. Devil Style rules!
Fazit: Die Firma Rudolph und die Investoren in Oschatz haben gezeigt, dass auch in Deutschland gute Parks
erreichtet werden können. Und um Goofy's Worte hier nochmal aufzugreifen "Deutschland braucht mehr
solche Parks wie den in Oschatz!"
Mit dieser Forderung möchte ich meinen sicherlich nicht ganz vollständigen Bericht von dieser
Veranstaltung beenden.
Wer noch Namen oder nicht erwähnte gestickte Tricks nachliefern kann, den bitte ich darum, eine email an
webmaster@sachsenboarders.de zu schicken.
An weiteren Fotos von dieser Veranstaltung bin ich selbstverständlich auch interessiert.
Bis zur nächsten Eröffnung eines solch guten Parks in Sachsen, möglicherweise schon im
Frühjahr 2006 in Pirna (diese Information ist mir allerdings noch nicht von offizieller Seite
bestätigt worden).
Fotos