Bis nach Senftenberg kenne ich die Strecke ja aus dem FF, weil der Senftenberger See in der schneelosen Jahreszeit
ein guter Windsurf-Spot ist.
Christoph, der schonmal in der Halle war, lotste uns wunderbar bis hin. Aber selbst ohne ihn hätten wir
wahrscheinlich, der Beschilderung folgend, auch gut hingefunden. Kommt man von der Autobahnabfahrt Ruhland
fährt man nach einigen hundert Metern im Ort von der Hauptstraße nach links in ein Wohngebiet hinein,
wo es nach ca. 200 Metern wieder nach links geht. Folgt man dann dieser Straße bis zu ihrem Ende, steht man
schon auf dem Parkplatz der Halle.
Nachdem wir an der Ausgabetheke unsere Lifttickets abgeholt hatten, konnte es losgehen - das Umziehen.
Irgendwie kamen wir uns ein wenig vor, wie in nem Schwimmbad, als wir uns in die Umkleidezone begaben. Aber
egal. Snowboarden in einer Halle bringt natürlich auch andere Begleiterscheinungen mit sich als Snowboarden
in der Natur.
Als wir durch das Drehkreuz gingen und uns dann in einer auf -3 Grad gekühlten Halle wiederfanden, waren wir
doch überrascht, was einem auf dem recht engen Raum so alles geboten wird.
Naja, dass der Schnee anders ist, kann sich ja jeder vorstellen. Er fühlt sich ungefähr so an wie tiefer
Sand oder Gries, in dem man ca. 30cm versinkt, bevor man festen Grund unter den Füßen hat.
Zur "Berg-auf-Beförderung" kann man auf der rechten Seite der Halle zwischen einem Tellerlift und einem
Förderband wählen. Das letztere ist wesentlich langsamer und Vorsicht - kommt ja nicht auf die Idee,
während der Fahrt Nosepress oder Tailpress-Übungen zu versuchen. Dabei hat's mich nämlich ordentlich
umgehauen. Irgendwie war doch noch ein Rest Schnee unter meinem Belag und ich ging auf einmal fakie Nosewheelie das
Förderband talwärts ab und konnte nicht stoppen, trotz dass ich auf dem schneefreien Band fuhr. Das Ende
vom Lied war, dass ich den Fotografen Sebastian voll über den Haufen gefahren bin und damit den worst Slam Award
des Tages für mich entscheiden konnte. Fazit: Rumkasperei lohnt sich nicht auf einem Förderband. Auf dem
Tellerlift geht das eh besser.
Oben angekommen konnte man wählen zwischen einem Kicker mit ca. 5m Table Länge, bei dem ich leider immer
zu tun hatte, dass ich nicht dahinter im Flat landete. Aber mit ein wenig weniger Speed kann man da schon Spaß
dran haben. Direkt neben den Liften befand sich an dem Tag, an dem wir da waren, eine Rail-Line bestehend aus einem
höheren Straight Rail, einem kleineren Rainbow Rail und einem flachen, aber langen Straight Rail. Außer
Betrieb waren an diesem Tag ein ansteigendes curved rail und ein A-Frame-Rail (wenn ich mich jetzt nicht
täusche). Diese sollen wohl auf vorherige Anfrage auf der anderen Seite der Halle aufgestellt werden.
Nach einigen Stunden und unzähligen Rail-Lines und Kickersprüngen waren wir ausgepauert und trotz der
frostigen Temperaturen war uns ordentlich warm geworden. Sebastian, der mit der Fotokamera einige brauchbare Bilder
gemacht hatte, ging nochmal in das über dem Auslauf der Halle befindliche Restaurant und pfiff sich einen
Kaffee rein. Schätzungsweise mindestens sein fünfter an diesem Tag, weil es schon Abend war.
Die Heimfahrt wurde nur noch durch einen Besuch bei Mc Doof unterbrochen, weil die Senftenberger Dönerbuden
schon um 22 Uhr die Pforten schließen und wir deshalb 21:45 Uhr nix mehr zu Essen bekamen.
Preise, genaue Anfahrtsbeschreibung, Infos über aktuelle Obstacles und weitere
Freizeitaktivitäten im Objekt sowie Webcam und News findet Ihr auf der offiziellen
Website der Wintersporthalle
www.snowtropolis.de.
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